Marketing mit Storytelling – Der Kunde als Held

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Wir nähern uns zunehmend der Mitte dieses Jahrhunderts. Entfernen uns mit neuen Technologien von alter Elektronik, die nun im besten Falle recycelt wird. Die Zukunft, die sich Science-Fiction Autoren erdachten, ist jetzt. Doch noch immer hängen viele Unternehmen an Marketing-Strategien aus den vorausgegangen zehn Dekaden. Storytelling ist im Marketing immer noch ein Fremdwort. Firmen präsentieren sich mit harten Fakten und Fachbegriffen um möglichst seriös zu erscheinen und merken dabei nicht, wie sie damit eine Betonwand vor sich und potentielle Kunden stellen.

Die romantische Darstellung vieler Actionfilme vom Kerl mit harter Schale und dann doch weichem Kern, kann dazu führen, dass sich viele Interessenten gleich wieder umdrehen. Denn schaut man sich diese Filme an, sieht man schnell, meistens erreicht man gerade mal nur eine Person mit dieser Taktik. Gut, diese ist dann vielleicht die Liebe des Lebens, aber ganz ehrlich, welches Unternehmen möchte denn gerne nur einen Stammkunden? Das Ziel ist es dann doch meist mehrere Menschen zu erreichen, diese von der eigenen Problemlösung zu überzeugen und ihnen aufzuzeigen, dass diese Idee auch ihre perfekte Lösung ist. Genau das geht mit dem richtigen Storytelling.

Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, welches Produkt du verkaufst. Selbst kalte Zahlen lassen sich mit der richtigen Sichtweise zu einer Geschichte formen, die Menschen bewegt.

Der Mensch im Mittelpunkt der Story

Wichtig bei jeder Story ist die menschliche Interaktion. Wir lieben es anderen dabei zuzusehen, wie sie ein besseres Leben erreichen. Wollen genauer erfahren, wie sie es geschafft haben und eifern ihnen gerne nach, wenn sie Erfolg damit hatten. Nicht ohne Grund haben Influencer damit einen solchen Erfolg in den letzten Jahren erzielt. Damit möchte ich jetzt nicht erzielen, dass du zum nächstbesten Influencer rennst und ihn buchst. Denn das wichtige ist nicht seine oder ihre Story, sondern deine, die deines Unternehmens und deines Produkts.

Aber noch viel wichtiger ist es dir einzugestehen, dass du nicht der Held sein kannst. Der Held sollte immer dein potentieller Kunde sein.

Warum deine Kunden die eigentlichen Helden sein sollten

Selbst Tony Stark hat in seiner späteren Karriere als Iron Man gemerkt, dass er nicht die ganze Zeit der Mittelpunkt der Geschichte sein kann. Er unterstützt die anderen Avengers mit seinen Gadgets, damit diese ihre Ziele erreichen und damit auch seines: Die Welt zu retten.

Du möchtest, dass deine Produkte die Welt retten? Dann mach es nicht selbst. Lass es andere machen, mit deiner Unterstützung. So machst du mit deinem nächsten Gadget nicht nur Schlagzeilen, sondern landest in ihren Herzen. Und bist du einmal dort angelangt, kommen sie immer wieder auf dich zurück. Auch wenn du nicht direkt auf dem Titelbild bist, so fällt dein Name stets mit ihrer Geschichte.

Hier ein gutes Beispiel dazu

Mercedes (Der Kampf gegen den Alltagsstress eines Managers, das Gadget die neue S-Klasse hilft dabei sogar Löwen zu besänftigen): https://www.youtube.com/watch?v=mQLK6c5vOHM

Einfaches und emotionales Marketing

Vermeide abschreckende Fachsprache. Superhelden haben keine Zeit dafür. Sie sind nur kurz auf deiner Website oder lesen dein Werbeplakat im Vorbeifliegen. Deshalb solltest du schnell ihre Aufmerksamkeit binden können. Sprich sie direkt an, zeig ihnen ihr Problem und die Lösung. Finde heraus, was ihr Bösewicht sein könnte und dann zeig ihnen den besten Weg mit deiner Idee. Du führst ein Restaurant? Lass den Protagonisten deiner Werbung gegen den personifizierten Hunger kämpfen. Seine Waffe? Dein super leckerer, das Wasser im Mund fließen lassender Burger mit extra viel Power für den nächsten Einsatz. Du hast die perfekte Software gegen Hackerangriffe? Zeige wie der verrückte Doktor Blackhat das öffentliche Stromnetz kapern will. Aber wer stellt sich ihm in den Weg? Natürlich Mr. IT aus der städtischen Cyberabwehreinheit. Sein Schutzschild? Deine Software! Wie Captain America blockt er den Angriff von Doktor Blackhat im nu ab, als wäre nichts gewesen.

Storytelling im Marketing - Der Held der Geschichte

Merke dir immer: Persönliche Bespiele, mit denen sich der Kunde identifizieren kann, wirken immer besser als merkwürdige Buzzwords und Fachsprache. Man kann auch hochtechnisierte Produkte ohne komplizierte Namen oder Begriffe verkaufen (Mehr dazu findest du bspw. hier https://www.starting-up.de/marketing/pr-arbeit/storytelling-fuer-tech-start-ups.html )

Fazit

Sei möglichst nah an deinem Kunden. Mache ihn zum Helden der Geschichte und hilf ihm mit deinem Produkt. Sei lieber Q mit der passenden Lösung und nicht James Bond. So gehst du auch nicht im nächsten Kugelhagel der Werbeanzeigen unter.

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Elke Fleing zeigt dir hier einige gute Stories, die sich Unternehmen ausgedacht haben.

https://www.starting-up.de/marketing/pr-arbeit/storytelling-fuer-tech-start-ups.html Miriam Rupp über Storytelling für Tech-Start-ups

Last but not least empfehle ich gerne dieses Buch* von Thomas Pyczak, der einen sehr tollen Überblick zum Thema Storytelling gibt.

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